11.12.2019

Weihnachten hält die Zeit zusammen.

Vor ein paar Wochen kam im Zusammenhang mit dem Begriff „Achtsamkeit“ auch das Thema „Ruhe und Zeit finden“ ins Gespräch und heute würde ich es gerne zum Inhalt meines Adventskalenders machen.

 

Ich stelle für mich (leider) fest, dass es mir schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, wenn um mich herum alles ruhig ist. Deshalb war für mich Meditation auch noch nie ein Thema. Wenn ich mich in einem ruhigen Raum hinsetze, die Augen schließe und versuche, innerlich ruhig zu werden…keine Chance…dann düsen meine Gedanken nur so hin und her.

 

Wenn um mich herum allerdings Unruhe und Hektik herrscht, kann ich das sehr gut. Mich davon distanzieren, zurücknehmen und für mich Ruhe finden. Dann geht mein Puls runter, mein Atem beruhigt sich und ich bekomme das Gefühl, nicht mehr Teil dieses Umfelds zu sein und nicht daran teilzunehmen…kurios.

 

Den nachfolgenden Text habe vor einiger Zeit in einem Artikel gelesen und würde ihn gerne weitergeben. In unserer heutigen Zeit, die sehr oft sehr schnelllebig ist und in der man sich selber oft viel zu schnell zeitlichen Stress verursacht, hat man doch immer häufiger das Gefühl, dass man zu wenig Zeit hat, um alles zu erledigen, was man sich vorgenommen hat. Komischerweise wird das umso schlimmer, je älter man wird 😉 .

 

Auch wenn ich den Text öfters lese und zu verinnerlichen versuche, habe ich die Kontrolle über meine Zeit leider noch nicht wirklich zurückgewonnen…doch ich arbeite daran…immer wieder!

Ich habe genug Zeit, um alles zu tun, was ich heute tun muss !

Was bedeutet und bewirkt diese Aussage?

1. Sie ist eine großartige Möglichkeit, das Gefühl der rasenden Zeit in den Griff zu bekommen.
Denn Zeit sollte keine Angst hervorrufen. In dieser hektischen Welt fühlt es sich oft so an, als gäbe es so viel mehr zu tun als Zeit, um es zu tun. Die Zeit selbst wird zu einer Quelle der Angst. Die Aussage „Ich habe nicht genug Zeit für alles!“ bewirkt doch nichts anderes, als mich und meine Umwelt zu belasten. Jedoch zu sagen „Ich habe Zeit, alles zu tun, was ich tun muss“ beruhigt meinen Verstand und erinnert mich daran, dass ich die Zeit für das Nötige habe.

2. Sie ist eine gute Erinnerung daran, dass das, was wir tun müssen, im Vergleich zu all den reaktiven Dingen, die unsere Aufmerksamkeit erregen, im Grunde aber nicht zwingend notwendig sind, ziemlich begrenzt ist.
Was würdest Du tun, wenn Du keine reaktiven Aufgaben wie das Beantworten von E-Mails erledigen müsstest? Lass Dich von der Antwort auf diese Frage leiten, wie Du Deine Zeit bei der Arbeit verbringst. Entscheide, was wichtig ist – vor allem, was es nicht ist – und tue es. Befreie Dich, um weniger zu tun und ich gehe davon aus, dass Du die Zeit hast, alles zu tun, was Du tun musst.

3. Sie motiviert uns, die Zeit zu begrenzen, die eine bestimmte Anstrengung verdient.
Neulich musste ich zum Beispiel eine Ankündigung vorbereiten. Ich gab mir genau eine Stunde Zeit, um sie zu schreiben. Wenn Du Dir nicht die Möglichkeit gibst, länger als die zugewiesene Zeit in Anspruch zu nehmen, wirst Du überrascht sein, wie effizient Du sein kannst.

4. Sie hilft uns zu verstehen, dass sich die Zeit vergrößern oder verkleinern kann, je nachdem, wie wir sie verwenden.
Eine Möglichkeit, genügend Zeit zu haben, um das Wesentliche zu tun, besteht darin, zu erkennen, dass es sich um eine variable Größe handelt, davon abhängend, wie Du sie verwendest. Es kann entweder routinemäßig und verschwendet oder bereichernd und doppelt produktiv sein. Wenn ich beispielsweise einer Routinetätigkeit folge, können die Stunden und Tage verschwimmen. Aber wenn ich unter freiem Himmel ein interessantes Gespräch führe, an einen neuen Ort reise oder einem inspirierenden Redner in einer ungewöhnlichen Umgebung zuhöre, wird die Zeit langsamer und länger. Wenn Du aus Deinem Alltag herauskommst, ist Dein Geist offen für neue Ideen und Einsichten.

5. Sie gibt uns die Entschlossenheit, den Kopf frei zu bekommen und zu meditieren, wenn es am wichtigsten ist.
>> Lass Dich nicht von der Zeit leiten. <<
Wie mein Meditationslehrer einmal sagte: „Wenn du keine Zeit zum Meditieren hast, brauchst du es am meisten.“ Wenn Du nicht einmal fünf Minuten findest, um still zu sitzen und Deinen Kopf frei zu bekommen, hast Du bereits die Kontrolle verloren und es ist Zeit, sie zurückzubekommen. Denn wenn Du Dir die kostbare Zeit nimmst, um zu dekomprimieren und neu zu gruppieren, wirst Du auf lange Sicht produktiver. Es ist, als würde man sich mehr Zeit nehmen, ohne sie zu verschwenden. Die Kontrolle über Deine Zeit ist eines der besten Dinge, die Du tun kannst, um Deinen Stress abzubauen und Deine Produktivität zu steigern. Jedes Mal, wenn Du sagst: „Ich bin zu beschäftigt“, „Ich kann nicht alles erledigen“ oder „Ich bin überwältigt“, lässt Du die Zeit mit Dir umgehen, anstatt umgekehrt.

Ich habe es schwer gehabt, mich einen Großteil meines Lebens überfordert zu fühlen und bin mit Sicherheit kein Achtsamkeitsguru. Aber mit der einfachen Übung, jeden Tag mit „Ich habe genug Zeit, um alles zu tun, was ich heute tun muss“ zu beginnen, habe ich gelernt, dass ich infolgedessen häufiger Recht habe.

Man muss mit seinen Gedanken nur bei dem sein, was gerade jetzt zu tun ist.
(Marc Aurel)

Weihnachten ist Zeit mit der Familie oder den Freunden zu verbringen. Überall dort, wo unser Herz zu Hause ist, da kann Weihnachten werden. Und am warmen Kamin sitzend träumt es sich gut vom Schneesturm.
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